E.T.A. Hoffmann 1776-1822

Tango Argentino für Ihre Feier

Bringen Sie das musikalische Herz von Buenos Aires auf Ihre Veranstaltung. Ob auf einem inspirierenden Firmenevent, einer romantischen Hochzeitsfeier oder einer Vernissage – wir vermitteln Ihnen Musiker, die dieses Genre mit Leidenschaft performen.

Der Tango Argentino drückt ein Lebensgefühl aus, das sich zwischen Melancholie und Ekstase, strenger Struktur und vollkommener Freiheit bewegt. Als Inbegriff von Romantik strahlt der Tango eine stilvolle Eleganz aus. Unsere Musiker beherrschen die tiefgreifende Tradition der Guardia Vieja ebenso wie die avantgardistische Komplexität eines Astor Piazzolla.

Emotionalität ist das bestimmende Element des Tangos. Bei Königin Máxima der Niederlande sorgte „Adiós Nonino“ von Astor Piazzolla für einen besonders anrührenden Moment.

Duo, Quartett oder Ensemble: Jedes Event hat seine eigene Dynamik. Wir bieten Ihnen dazu die passende Besetzung.

Tango-Showtanz

Ob als glanzvolles Highlight Ihrer Firmen-Gala, als emotionaler Höhepunkt einer Hochzeit oder als stilvolle Überraschung für eine private Feier: Unsere Tango-Showtanz-Acts bringen das Feuer von Buenos Aires direkt auf Ihre Bühne. Das professionelle Tanzpaar übersetzt die musikalischen Spannungsbögen in eine visuelle Erzählung mit rasanten Beinkombinationen (Ganchos) und Hebefiguren.

Showtanz Tango Argentino Karin Solena

© K. Solana

Die Ästhetik der Kostüme und die Grazie der Bewegungen verleihen jeder Veranstaltung ein exklusives Flair.

Tango-Teaching für Teambuilding und interaktive Unterhaltung

Unser Tango-Teaching ist ein bewährtes Modul für Corporate Events und private Feiern:

  • Der Schnupper-Workshop mit Eisbrecher-Garantie für eine kurze, unterhaltsame Einführung in die Grundschritte und das Gehen im Tango
  • Teambuilding durch Führung: Erfahren Sie spielerisch, wie Führen und Folgen in perfekter Harmonie funktionieren

Die Geschichte des Tango

Der Tango Argentino ist mehr als ein bloßes Genre der Unterhaltungsmusik; er stellt ein hochkomplexes, hybrides System dar, in dem sich europäische Tonsysteme, afrikanische Rhythmik und die soziokulturelle Melancholie der Einwanderer am Río de la Plata zu einer einzigartigen Kunstform verdichtet haben. In seiner Entwicklung vom verpönten Tanz der Vorstädte (Arrabales) zum UNESCO-Weltkulturerbe durchlief der Tango eine ästhetische Transformation, die in der Musikgeschichte ihresgleichen sucht.

Die Wurzeln des Tangos liegen im späten 19. Jahrhundert in den Hafenstädten Buenos Aires und Montevideo. Musikwissenschaftlich lässt sich die Urform des Tangos als Amalgam aus drei wesentlichen Strömungen begreifen:

  1. Die Habanera: Der kubanische Einfluss brachte den charakteristischen punktierten Rhythmus ein.
  2. Die Polka und Mazurka: Europäische Einwanderer lieferten die harmonischen Gerüste und die Melodieführung.
  3. Das Candombe: Die rhythmische Vitalität der afro-argentinischen Bevölkerung hinterließ Spuren in der Akzentuierung, auch wenn diese im Laufe der Zeit geglättet wurden.

In der Frühphase, der Guardia Vieja (bis ca. 1920), dominierte noch eine fröhliche, fast oberflächliche Charakteristik. Die Besetzung bestand oft aus Flöte, Violine und Gitarre. Erst die Integration des Bandoneons veränderte die DNA des Tangos grundlegend.

Das Bandoneon – in Deutschland entwickelt

Der Krefelder Musikalienhändler Heinrich Band (1821 – 1860) erweiterte 1850 den Tonumfang der sächsischen Konzertina erheblich und schuf damit das konzertfähige Bondonion. Später gelangte das Instrument durch europäische Auswanderer nach Argentinien. Musiktheoretisch betrachtet verleiht das fortan als Bandoneon bezeichnete Instrument dem Tango seine spezifische Phrasierung. Da es beim Öffnen und Schließen unterschiedliche Töne erzeugt (bi-sonor), entsteht eine natürliche Zäsur, die das typische „Atmen“ der Musik vorgibt. Die mechanische Trägheit des Instruments und sein scharfer, metallischer Klang ermöglichen jene markanten Akzente, die als Marcato bezeichnet werden.

sw Aufnahme des Bandoneon-Spielers Cristian Gerber
Beherrscht das Bandoneon wie kein Zweiter: Christian Gerber

Das Geheimnis der Tango-Dynamik liegt in der Abweichung vom Metrum. Die gleichmäßige Betonung aller vier Viertel bilden das rhythmische Rückgrat, das Vorziehen von Aktzenten erzeugt eine ständige Spannung zwischen Erwartung und Auflösung. Das Fraseo bezeichnet das „Sprechen“ der Instrumente. Ein Solist (oft Violine oder Bandoneon) spielt leicht hinter oder vor dem Schlag, was der Musik eine fast menschliche, Qualität verleiht.

Die Ära der Orquesta Tipica

Zwischen 1935 und 1955 erreiche der Tango seine klassische Vollendung. Das Orquesta Tipica etablierte sich mit einer Standardbesetzung: einem Streichersatz (Violinen, Bratsche, Cello), einer Bandoneon-Sektion (meist vier Instrumente), Klavier und Kontrabass. Dabei kristallisierten sich unterschiedliche Schulen heraus: Juan D’Arienzo betonte den Rhythmus und machte den Tango wieder tanzbar für die Massen. Carlos di Sarli stand für Eleganz, klare Melodien und eine subtile Führung des Klaviers. Osvaldo Pugliese führte den Tango in eine fast sinfonische Dimension.

Tango Nuevo: Astor Piazzolla und die Dekonstruktion

Mit dem Komponisten und Bandoneon-Spieler Astor Piazzolla (1921 – 1992) erlebte der Tango einen radikalen Bruch. Piazzolla, der in Paris Unterricht bei der Kompositionslehrerin Nadia Boulanger, einer Weggefährtin von Größen wie Igor Strawinsky und Maurice Ravel und Lehrerin u. a. von Leonard Bernstein nahm, brach unter ihrem Einfluss mit dem Dogma der Tanzbarkeit des Tangos und führte diesen hin zur Kammermusik. Komplexe Taktwechsel, chromatische Fugen und dissonante Harmonien bestimmen fortan sein Werk. Über 300 Tangos komponierte Piazzolla im Laufe seines Lebens, wobei „Oblivion“ zu eines seiner bekanntesten Werke zählt.

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